Heiße Zeiten – was bedeutet das für uns?

Ende Juli, und schon wieder hatten wir eine Hitzewelle mit weit über 30 °C in Schriesheim. Zum Teil waren es Temperaturen, die wir bei Menschen als Fieber bezeichnen würden. Für uns sind nun mal Körpertemperaturen von 36,5-37,5 °C optimal. Alles, was darüber hinaus geht, bedeutet Arbeit für den Körper. Schwitzen ist Schwerstarbeit und belastet das Herz.

Viele Tiere leiden schon bei Temperaturen, die darunter liegen. So lieben Fische Wassertemperaturen von 10-20 °C. Honigbienen kriegen ab 35 °C riesige Probleme. Ab dieser Temperatur können sie den Bienenstock nicht mehr ausreichend durch Flügelschlag und Wasserverdunstung kühlen. Kommen dann noch Parasitenbefall, Virusinfektionen und Vergiftung durch Pestizide hinzu, kann dies zu einem Verlust an Bienen bis zu 50 % führen. Hoffentlich haben unsere Imker hier in Schriesheim noch keinen so großen Einbruch an ihrem Bienenbestand erleben müssen.

Pflanzen geht es bei Hitze auch nicht gut. Verschiedene Pflanzenproteine funktionieren ab einer Temperatur von 35 °C nicht mehr richtig und die Fotosynthese der Pflanzen stoppt. Das bedeutet, dass Pflanzen kein CO₂ mehr aus der Luft aufnehmen können und damit auch keinen Sauerstoff freisetzen. Das ist nicht gut für die Umwelt. Hinzu kommt, dass Pflanzen bei Hitze um ihr Überleben kämpfen und damit keine Kraft zur guten Fruchtbildung bleibt. Es kommt zu einem schnelleren Reifungsprozess, was bei Getreide zu kleineren Körnern führt. Getreidefelder sind jetzt schon abgeerntet und eventuell haben unsere Bauern in der Region mit Einbußen zu rechnen. Obst kriegt bei der heftigen Sonneneinstrahlung Sonnenbrand bzw. Zellen werden zerstört, das Obst wird weich, wie z. B. Kirschen. Unsere Obstbauern werden wahrscheinlich davon ein Lied singen können. Im Weinbau sieht es auch nicht besser aus. Es sind dann indirekt Sonne oder Hitze, die den Winzern Probleme bereiten. In diesen heißen Zeiten regnet es kaum oder gar nicht. In jüngeren Weinlagen werfen Reben, die noch nicht tief wurzeln, dann einfach ihre Triebspitzen ab, um Wasser zu sparen. Auch die Traubenentwicklung bleibt bei anhaltender Trockenheit auf der Strecke.

Alles in allem bedeuten Hitzewellen nicht nur gesundheitliche Probleme für Mensch und Tier, sondern führen auch zu Versorgungseinbußen und wirtschaftlichen Krisen.

Klimaschutz ist daher eine unverzichtbare Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft, denn Klima geht uns alle an. Machen Sie den ersten Schritt und wechseln Sie zum Schriesheimer Ökostrom+.

Für die Schriesheimer Ökostromer
Prisca Henheik