Erneuerbare Energien – Rekordwerte 2026
Strom aus erneuerbaren Energien ist deutschlandweit weiterhin im Aufwind. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres deckte klimaneutral erzeugter Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse einen so großen Anteil des Stromverbrauchs wie noch nie zuvor im gleichen Zeitraum – 58 % laut Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung sowie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Das sind neue Rekorde.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings. Ohne die Möglichkeit, Strom in großem Stil zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen, wird ein weiterer Anstieg nur schwer zu schaffen sein. Stromspeicher sind für die Erneuerbaren Energien wichtig, da Strom aus Wind- und Sonnenkraft oft im Überschuss erzeugt wird, wenn der Wind weht und die Sonne scheint, aber nicht unbedingt, wenn Bedarf besteht. Windräder müssen dann abgeregelt und Solaranlagen vom Netz genommen werden.
Zum Glück hat in der Wirtschaft ein Umdenken stattgefunden und viele neue Batterie-Großspeicher sind geplant oder schon in Fertigstellung. Das gibt Hoffnung für eine weitaus größere Produktion und damit auch Nutzung von Ökostrom.
Die RWTH Aachen bietet einen Überblick über die verschiedenen existierenden und geplanten Batteriespeicher (www.battery-charts.de). Demnach werden bis Ende 2027 Großspeicherkapazitäten von 16 Gigawattstunden (GWh) erreicht, ein Jahr später, Ende 2028, schon 29 GWh. Zu dem Zeitpunkt soll unter anderem der größte Batteriespeicher in Klostermansfeld, Sachsen-Anhalt, in Betrieb gehen. Dieser Speicher allein wird bis zu 5,7 GWh Strom speichern können. Oder anders gesagt, mit dieser Anlage könnten etwa 3 Millionen Haushalte mindestens vier Stunden lang mit Strom versorgt werden. Außerdem haben wir bereits Pumpspeicherkraftwerke mit 39 GWh Kapazität.
Langsam, aber stetig wächst die Großspeicherkapazität in Deutschland für Ökostrom, was auch dringend nötig ist, wenn wir die gesetzlich vorgeschriebenen 80 % erreichen wollen.
Mit Energiespeichern wie der Großbatterie in Philippsburg (Bericht im MTB KW8, 18. Februar) und dem neuen Pumpkraftwerk in Forbach (Bericht im MTB KW23, 3. Juni) geht Baden-Württemberg diesen Weg der Zukunft in eine klimaneutrale Energiewelt mit.
Sie können schon jetzt einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Energiewende und unser Schriesheimer Gemeinwohl leisten, wenn Sie zum „Schriesheimer Ökostrom+“ wechseln.
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Für die Schriesheimer Ökostromer
Prisca Henheik
