Energiewende in der EU

Vor kurzem wurde von einem internationalen wissenschaftlichen Team eine Studie* zur Energiewende in der EU veröffentlicht. Die Wissenschaftler*innen kommen zu dem Schluss, dass ein schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien angesichts hoher und sich stetig ändernder Preise fossiler Brennstoffe nicht nur die Energiesicherheit stärkt, sondern auch deutliche Vorteile für Klima, Luftqualität, Gesundheit und Wirtschaft bringt.

Die wichtigsten Punkte

Steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen sind als Achillesferse der europäischen Energieversorgung genannt. Wie in den Tagesthemen und auch im heute journal am 20. August berichtet wurde, sind die Gasspeicher in Deutschland noch recht weit vom erforderlichen Füllgrad von durchschnittlich 70 % entfernt, um gut durch den Winter zu kommen. Es wird außerdem mit kräftig steigenden Gaspreisen gerechnet.

Modellrechnungen in der Studie zeigen, dass ein schnellerer Ausbau von Wind-, Solar- und anderen erneuerbaren Energien helfen würde, die Energieversorgungslücken zu schließen. Bei einem schnelleren Ausbau bis 2040, und nicht wie von der jetzigen Regierung geplant, erst 2050, könnten ca. 230 Milliarden Euro eingespart werden. Die Einsparung wäre unter anderem durch geringere Ausgaben für fossile Brennstoffe, weniger CO₂-Schäden, bessere Luftqualität und geringere Gesundheitskosten bedingt. Als Grundlage für die Berechnungen dienen integrierte Bewertungsmodelle, um realistische Projektionen für die Energiewende erstellen zu können. Diese Modelle berücksichtigen auch, dass für den schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien mehr Speicher, Netzausbau und flexibles Netzmanagement benötigt werden.

Zusammenfassend lässt sich der Studie entnehmen, dass Energiepolitik, Klimaschutz, Gesundheit und wirtschaftliche Folgen gemeinsam bewertet werden müssen, um umfassende gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Das Politbarometer zeigte, ebenfalls am 20. August, die Ergebnisse einer Umfrage. Der Aussage „Die Folgen des Klimawandels werden der Wirtschaft, Gesundheit der Menschen und Natur und Umwelt stark schaden“ stimmten 69 %, 72 % und 81 % der Befragten zu. Es ist leicht zu erkennen, dass die Problematik in der Bevölkerung angekommen ist.

Sie können schon jetzt einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Energiewende und unser Schriesheimer Gemeinwohl leisten, wenn Sie jetzt zum „Schriesheimer Ökostrom+“ wechseln.

*Quelle:
Rethinking energy transition strategies for the European Union amid rising energy prices, PNAS 2026, 123 (23), e2609606123

Für die Schriesheimer Ökostromer
Prisca Henheik