Ende Juni und schon Hitzewelle Nummer 2
Hitzeperioden haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Wir haben hier in Schriesheim Ende Juni nun schon zwei Hitzewellen hinter uns gebracht, die letzte mit insgesamt 11 Tagen, in denen eine Tagestemperatur von weit über 30°C erreicht wurde und davon mindestens eine Woche lang mit tropischen Nächten, also nicht unter 20°C. Das ist für viele von uns, und besonders für Kleinkinder, ältere und kranke Meschen, eine große körperliche Belastung.
Hitzeperioden haben aber auch Auswirkungen auf unsere Umwelt. In den letzten Jahren bis Jahrzehnten sehen wir eine Änderung in der Niederschlagsverteilung. Die Winter sind eher zu feucht und die Sommer oft zu trocken, also zu viel oder zu wenig Regen – das bereitet nicht nur unseren Landwirten und Winzern in Schriesheim Sorgen. In unseren Wäldern sprudeln die Quellen nicht mehr und Wasser holen wird eingeschränkt. Und auch bei den Flüssen sinken die Wasserstände. Verunreinigungen, z.B. durch eingeleitete Abwässer, können nur unzureichend verdünnt werden und es sinkt die Qualität des Wassers. Anhaltendes Niedrigwasser bewirkt auch, dass die Wassertemperatur durch die erhöhte Sonneneinstrahlung steigt und sich Algen stark ausbreiten können. Dadurch nimmt dann der Sauerstoffgehalt des Wassers stark ab. Höhere Temperaturen und Sauerstoffmangel haben fatale Folgen für Fische.
Niedrigwasser bedeutet auch ein großes Problem für Kohle- und Atomkraftwerke, die mit Flusswasser gekühlt werden. Zu warmes Wasser darf nicht mehr zur Kühlung genutzt werden und eine Drosselung oder sogar Abschaltung dieser Kraftwerke ist dann erforderlich. Gerne wird argumentiert, dass die erneuerbaren Energien wetterabhängig sind: von Wind und Sonne. Doch die letzten Sommer haben uns gezeigt, dass auch fossile und atomare Stromversorgung nicht wirklich wetterfest ist. Zudem sind Kohle- und Atomkraftwerke klimaschädlich und gefährlich. Auch wenn es Politiker gibt, die atomaren Strom als die Vorzeigeenergieform aufgrund von Null CO2 Ausstoß befürworten, kann man in Deutschland nicht ernsthaft diese Energieform wiederbeleben wollen. Neben den oben genannten Problemen würde man sich wieder in eine Abhängigkeit durch die Einfuhr von Uran aus Russland begeben. Außerdem muss radioaktiver Abfall Millionen Jahre sicher verwahrt werden und kein Mensch kann für einen solch langen Zeitraum verlässlich planen.
Klima geht uns alle an. Machen Sie den ersten Schritt und wechseln Sie zum Schriesheimer Ökostrom+.
Für die Schriesheimer Ökostromer
Prisca Henheik
