Batteriespeicher von Heidelberger Druckmaschinen

Wie im letzten Mitteilungsblatt erwähnt, Strom aus erneuerbaren Energien ist deutschlandweit weiterhin im Aufwind. Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse wird allerdings oft im Überschuss erzeugt, wenn z. B. der Wind weht und die Sonne scheint, aber gerade kein entsprechender Bedarf besteht. Die Folge ist, dass Windräder abgeregelt und Solaranlagen vom Netz genommen werden müssen. Batteriespeicher sind da die Lösung.

Die meisten dieser Speicher sind Lithium-Ionen-Speicher, deren Vorteil in der Energiedichte der Lithium-Ionen liegt, das heißt, dass eine große Menge Energie in einem kompakten und relativ kleinen Akku gespeichert werden kann. 

Beim Thema Langzeitspeicherung kommen jedoch weitere Faktoren ins Spiel wie Sicherheit, Temperaturstabilität und Rohstoffverfügbarkeit. Und da haben Natrium-Ionen eindeutig die Nase vorn. Natrium ist viel häufiger als Lithium vorhanden, z. B. als Steinsalz, das wir unter anderem auch als Speisesalz verwenden. Ob in der Erdkruste oder in den Ozeanen, es ist somit langfristiger und schneller verfügbar. Natrium-Ionen-Speicher weisen eine höhere thermische Stabilität und Sicherheit auf und sind daher in einem größeren Temperaturbereich einsetzbar. Echte Vorteile liegen überall da, wo Batteriespeicher eingesetzt werden sollen, um Strom aus erneuerbaren Energien in größerem Maßstab zu speichern: in der Industrie, im Gewerbe, bei der E-Mobilität, in der Landwirtschaft und für kritische Infrastruktur.

Nur 28 km von Schriesheim entfernt wird die Heidelberger Druckmaschinen AG in Zukunft solche Natrium-Ionen-Batteriespeicher im Auftrag des Schweizer Unternehmens Phenogy herstellen. Beide Unternehmen planen ein sogenanntes Joint Venture. „Ziel ist der Aufbau einer europäischen Technologie- und Industrieplattform, um Natrium-Ionen-Batterietechnologie schneller, skalierbarer und unabhängig von außereuropäischen Lieferketten in den Markt zu bringen“, wurde berichtet.

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Prisca Henheik