Meine erste gute Nachricht zur Energiewende im Jahr 2026
In diesem Jahr möchte ich Ihnen immer wieder Mut und Zuversicht geben, dass die Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien erfolgreich ist und nicht mehr aufgehalten werden kann. Lassen Sie sich bitte nicht von Narrativen – wie man heutzutage so schön sagt – der fossilen Wirtschaft an der Nase herumführen: „Viel zu teuer!“ oder „Wir dürfen unseren Wohlstand nicht gefährden!“ oder „Das kann doch gar nicht funktionieren!“
Die Energiewende ist weltweit in vollem Gange. Wir hier in Deutschland, die wir mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) seinerzeit den Anstoß zum Durchbruch CO2-freier Energieerzeugung gegeben haben, müssen inzwischen allerdings aufpassen, nicht noch weiter abgehängt zu werden, z.B. von China. Was unsere Automobilindustrie gerade schmerzlich lernen muss, die den Zug der Zeit zur E-Mobilität verschlafen hat und von China mit deren E-Autos geradezu überrollt wird. Auch in vielen anderen Sektoren müssen unsere Industrie und unsere Industriepolitik wachsam bleiben und dürfen nicht an alten Mustern und Konzepten kleben, während die Welt eine technologische Revolution ungeheuren Ausmaßes erlebt.
Folgende gute Nachricht fand sich meiner Meinung nach hingegen am 8. Januar 2026 in der Rhein-Neckar-Zeitung (Seite 20): „Wichtiger Schritt für den neuen großen Verbundstandort des Chemieriesen BASF im chinesischen Zhanjiang: Dort ging ein Steamcracker, eine Großanlage zur Aufspaltung von Rohbenzin mit Hilfe von Dampf in Betrieb. … Er liefert künftig wichtige Basischemikalien wie Ethylen und Propylen.“
Foto: BASF
Ist das schon die gute Nachricht? Nein, aber dieser Steamcracker ist der erste weltweit, der für den Betrieb seiner Hauptkompressoren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen verwendet, teilt die BASF mit. Und das ist für mich die gute Nachricht.
Die BASF schreibt dazu in ihrer Pressemitteilung vom 7. Januar 2026: „Zhanjiang wird der weltweit drittgrößte Verbundstandort der BASF nach Ludwigshafen und Antwerpen sein und ein Vorbild für nachhaltige Produktion in China und auch global, so wird der Standort zum Beispiel zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt.“
Das passiert in China! Also geht auch energieintensive Großindustrie mit Erneuerbaren. Und warum sollten solche Beispiele nicht auch in Deutschland möglich sein?